Many thanks to Hanzík for the Czech translations!

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Fall 209

Unter Wasser

Eines herbstlichen Nachmittags hörte Java-Meister Bawan, dass der Mönch Landhwa an einem einfachen Daten-Extraktions-Programm zu kämpfen hatte. Dies weckte seine Neugier, und so besuchte er den Mönch, der tief in seinem Stuhl hing.

“Das Programm füllt den Speicher,” gähnte Landhwa, der keine Geduld für solche Untersuchungen hatte. “Ja, es verarbeitet viele große Dateien, aber nur einzeln und es behält nur kleinste Schnipsel aus allen.”

“Zeige es mir” sagte Bawan.

Der Mönch seufzte und zeigte auf den Bildschirmm. “Um eine Datei zu verarbeiten, lese ich sie zuerst zeilenweise in eine Liste von Strings. Diese durchsuche ich nach der interessanten Stelle; ein paar kurze Zeilen höchstens. Diese extrahiere ich mittels subList und speichere diese in einer statischen Map. Der Code könnte nicht einfacher sein.”

Bawan nickte. “Triff mich um Mitternacht am Fluss unten im Dorf,” sagte er. “Ich weiß, wer uns helfen kann, und die Reise ist nicht lang.”

In der Nacht stieg Landhwa mit einer Laterne durch den Nebel hinab ins Dorf. Das Glitzern von Wasser erspähend, folgte er dem beplankten Pier an Dutzenden von Wasserfahrzeugen vorbei, bis er Meister Bawan im letzten Ruderboot am Ende des Piers fand. Der Meister deutete auf die Ruder.

“Flussaufwärts”, sprach Bawan.

Landhwa ruderte allein, während der Meister stumm mit verschränkten Armen im Heck saß. Jeder Ruderschlag gegen die Strömung schien ein kräftezehrender Kampf, doch irgendwie kam das kleine Boot zentimeterweise durch den Nebel voran. Stunden vergingen. Just als Lahdhwa am Rande des Zusammenbruchs war, befahl ihm der Meister, an einem kleinen klapprigen Pier fernab der letzten Stadt, die sie passiert hatten, festzumachen. Der Meister knotete ein Seil an dem Pier fest, um sie zu sichern.

“Wir warten.” sprach Bawan.

Der Morgen kam und zerstreute den nächtlichen Nebel, doch niemand kam vom Ufer. Als Landhwa flussabwärts spähte, entdeckte er, dass ihr Ruderboot ein weiteres Boot an einer einige Meter langen unter Wasser gespannten Leine gezogen hatte. Der sich lichtende Nebel offenbarte ein weiteres Boot dahinter, und noch eins, und ein Anderes, und auch wenn das Zehnte hinter einer Flussbiegung versteckt lag, war Landhwa sich sicher, in jener Nacht unwissentlich jedes Boot vom Pier den Fluss hoch geschleppt zu haben.